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Eichenprozessionsspinner

Abstand halten und Raupen oder Nester auf keinen Fall berühren!

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Oak processionary

Thaumetopoea processionea

Keep your distance and do not touch caterpillars or nests under any circumstances!

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EPS - Eichenprozessionsspinner

Raupen mit Brennhaaren

Weitere Informationen: Julius-Kühn-Institut

Gefahr durch Raupenhaare für den Menschen (Kahlfraß für die Eichen)

Die Brennhaare enthalten ein Eiweißgift (Nesselgift Thaumetopoein), das allergische Reaktionen auslösen kann.

  • Raupenhaar-Dermatitis (starker Juckreiz, Entzündung)
  • Entzündung der Augenbindehaut
  • Entzündung der oberen Luftwege
  • Allgemeinsymptome (Schwindel, Fieber)
Durch günstige Witterung und Luftströmung können die Brennhaare über weite Strecken transportiert werden und sich auf Unterwuchs, Laub, Kleidung, Schuhe, etc. ablagern.

Wenn Sie die Raupen oder ihre Nester an Eichen sehen, die auf öffentlichen Flächen stehen, geben Sie die Information bitte unverzüglich an das Ordnungsamt Ihrer Stadt weiter.

Melden Sie sich bei uns, wenn Ihre privaten Bäume betroffen sind.

 

Biologie

Die Eiablage erfolgt etwa August, gut getarnt (fast unsichtbar) an ein- bis zweijährig besonnten Zweigen. Dort überwintern die Jungraupen bis zum nächsten Frühjahr.

Ab Anfang April schlüpfen die Räupchen, im Juli erfolgt die Verpuppung. Die stark behaarten Tiere sind zunächst gelblich-braun, später bläulich-schwarz gefärbt und 4 cm lang. Während dieser Zeit werden die typischen Gespinstnester am Stamm und in Astgabelungen angelegt. Von dort aus starten sie prozessionsartig ihre Raubzüge und können Eichen völlig kahlgefressen. Von den Blättern bleibt nur noch die Mittelrippe stehen.

Nach dem Schlupf der Falter bleiben die Gespinstnester mit Häutungsresten, Kot und den aktiven Brennhaaren zurück. Die Gefahr bleibt somit über Jahre erhalten.

Entfernung

Die Entfernung der Raupennester erfolgt mit vollständig abgeschlossenen Schutzanzügen und Atemschutz. Die Absaugung ist nur mit zugelassenen H-Klasse Saugern („Asbest“, gem. TRGS 519) erlaubt, auch manuelles Absammeln nach Fixierung ist möglich. Die anzuwendende Technik variiert mit dem Einsatz der Hubarbeitsbühne oder der Seilklettertechnik.

EPS-Material und Schutzanzüge sind in luftdicht verschlossenen Behältern abzutransportieren und in einer Müllverbrennungsanlage zu entsorgen.

Benutzte Werkzeuge, Fahrzeuge, etc. sind mit Wasser zu dekontaminieren.

Absaugen EPS